Alfred Janauschek (1899-1957)

 

janauschek

Kapellmeister der Militärmusik beim Feldjägerbataillon 17 in Graz von 01.09.1956 bis 28.03.1957.

Alfred Janauschek wurde am 05.11.1899 in Wien geboren. Er wurde noch zur Kriegsdienstleistung zur k.u.k. Armee eingezogen und diente in den Jahren 1917 und 1918 im Infanterieregiment Nr. 4 und beim Feldjägerbataillon 21.

1919 begann er das Studium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, das er 1923 mit sehr gutem Erfolg abschloss. 1927 rückte er zur Musik des Alpenjägerbataillons Nr. 3 in Salzburg ein, wo er als Solohornist wirkte. 1932 wurde er zur Musik des Infanterieregiments Nr. 4 nach Wien versetzt(damals unter Kapellmeister Josef Karl Richter). Schon 1930 hatte Janauschek die Militärkapellmeisterprüfung erfolgreich abgelegt.

1935 wurde er als Militärkapellmeister mit der Neuaufstellung der Militärmusik des Infanterieregements Nr. 11 in Leoben beauftragt, wo er bis 1938 als Vertragskapellmeister tätig war. Bei der Überführung des österreichischen Bundesheeres in die Deutsche Wehrmacht wurde Janauschek als Musikmeister der Musik des Gebirgsjägerregiments 138 übernommen. Als Stabsmusikmeister geriet er noch in den letzten Kriegstagen in russische Gefangenschaft, aus der er erst am 26.10.1946 entlassen wurde.

Janauschek arbeitete anschließend zunächst bei der Bezirkshauptmannschaft Leoben, dann bei der "Alpine" Domwitz. Gleichzeitig leitete er die Bergknappenkapelle Seegraben bei Leoben.

1956 wurde er per Sondervertrag als Kapellmeister des neuen Bundesheeres eingestellt und mit der Leitung der in Graz stationierten Militärmusik beim Feldjägerbataillon 17 beauftragt. Es war ihm nicht mehr vergönnt, die Früchte seiner Aufbauarbeit zu ernten: Janauschek starb am 28.03.1957.

Neben seiner Tätigkeit als Kapellmeister hat sich Janauschek auch mit Komposition befasst. 1935 wurde sein Marsch "Österreich voran" anlässlich eines Wettbewerbs preisgekrönt, weitere Kompositionen wurden erfolgreich auch im Rundfunk aufgeführt (so die "Steirische Rhapsodie" und der Walzer "In der schönen grünen Steiermark" bei der "Woche der Unterhaltungsmusik" 1952).

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

   
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