Friedrich Görrlich (1901-1973)

 

goerrlich

Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Niederösterreich bzw. der Militärmusik beim Feldjägerbataillon 9 bzw. der 3. Brigade von 01.02.1957 bis 31.08.1965.

Der am 29.11.1901 in Wien geborene Friedrich Görrlich war zunächst in seinem erlernten Beruf als Schlosser tätig, bevor er 1923 als Flötist zur Militärkapelle des Infanterieregiments Nr. 1 in Wiener Neustadt (Kapellmeister Andreas Hofer) einrückte. Görrlich wurde nach Absolvierung der entsprechenden Kurse zunächst Regimentstambour. 1930 schied er aus dem Militärdienst und verdingte sich in der Folge als Musiker in verschiedenen Orchestern und auch als Musiklehrer.

Gemeinsam mit Ertl, Haslinger und Hodick trat Görrlich 1933 zur Fachprüfung für Militärkapellmeister an, die er erfolgreich absolvierte. 193? wurde er als Kapellmeister beim Feldjägerbataillon 2 in Pinkafeld eingestellt, das 1938 in das Kavallerieschützenregiment 11 der Deutschen Wehrmacht eingegliedert wurde. Görrlich wurde aber als Musikmeister zur Musik der leichten Fla-Abteilung 91 versetzt und nach dem Krieg als Obermusikmeister entlassen.

Im neuen Österreich war er zunächst als Flötist in mehreren Ensembles tätig, ehe er sich um Aufnahme in das Bundesheer bewarb. Mit 01.02.195? wurde er als Militärkapellmeister beim Heereswachbataillon eingestellt, gleichzeitig aber dem Feldjägerbataillon 9 in Horn bzw. der 3. Brigade dienstzugeteilt und mit der Aufstellung der Militärmusik beauftragt.

Görrlich hat die Militärmusik Niederösterreich unter den schwierigsten Umständen aufgebaut. Es gab keine "Vorläufer" in der B-Gendarmerie und außerdem war es als größtes Bundesland mit seinen Garnisonen musikalisch zu betreuen.

1962 legte Görrlich die nach den neuen Anforderungen notwendige Abschlussprüfung in einem Instrumentalfach (Flöte) an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien als Externist ab. Mit Ende August 1965 trat er aus gesundheitlichen Gründen in den dauernden Ruhestand.

Militärkapellmeister Görrlich verstarb am 21.11.19?3 in Wien.

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

   
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