Rudolf Bara (1920-1975)

 

bara

Kapellmeister der Militärmusik des Gardebataillons von 16.02.1969 bis 04.05.1975.

Der am 26.11.1920 in Wien geborene Bara begann seine musikalische Ausbildung am Wiener Volkskonservatorium und beendete seine Studien 1941 an der damaligen Reichshochschule für Musik und darstellende Kunst im Hauptfach Violoncello und Kirchenmusik mit Diplom.

Im selben Jahr wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen und als Musiker einem Musikkorps der Luftwaffe zugeteilt.

Nach dem Krieg war er zunächst in der Stadtpfarrkirche in Dornbirn/Vorarlberg und im Stift St. Paul (Kärnten) als Regenschori und als Musiklehrer am dortigen Stiftsgymnasium tätig. Schließlich ließ er sich als Musiklehrer und Domkantor in Eisenstadt nieder.

Schon 1957 hatte er sich um Aufnahme in das Bundesheer beworben, diese aber wieder zurückgezogen, da ihm die Stelle eines Musiklehrers an der Lehrerbildungsanstalt angeboten wurde.

1963 ging er dann doch zum Heer, allerdings zunächst nicht zur Militärmusik, sondern als Referent für Bildung und Kultur beim Militärkommando Burgenland. Schließlich trat er 1968 zur Militärkapellmeisterprüfung an und bestand diese mit sehr gutem Erfolg (gemeinsam mit Hans Eibl und Eugen Brixel).

Noch im selben Jahr wurde Bara als Militärkapellmeisteranwärter für drei Monate zur Militärmusik Oberösterreich dienstzugeteilt. Am 16.02.1969 wurde er zum zweiten Kapellmeister der Gardemusik ernannt.

Als Komponist trat Bara hauptsächlich mit sakraler Musik ("Ecce sacerdos", Palmsonntagsgesänge, Fronleichnamsgesänge usw.) hervor.

Nach der Pensionierung von Dr. Hodick im Jahr 1971 übernahm Rudolf Bara die Leitung der Militärmusik des Gardebataillons, die er bis zu seinem unerwarteten Tod am 04.05.1975 inne hatte.

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

   
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